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ENTERPRISE PILOT

Epistemis für Ihren Entscheidungsraum konfigurieren.

Epistemis ist eine Decision-State-Infrastruktur für haftungsrelevante Unternehmensentscheidungen. Ihre damalige Grundlage kann später von berechtigten Prüfern nachvollzogen, hinterfragt oder zur Verteidigung der Entscheidung herangezogen werden.

Im Enterprise Pilot wird Epistemis für einen klar abgegrenzten Entscheidungsraum Ihres Unternehmens konfiguriert. Gemeinsam legen wir maßgebliche Quellen, Nachweise, Anforderungen, Rollen und spätere Lesersichten fest.

Ein kontrollierter Fall zeigt, welche Voraussetzungen erfüllt sind und was vor einem verbindlichen Abschluss noch geklärt werden muss. Jede Epistemis-Einführung beginnt mit einem Enterprise Pilot.

Entscheidungsraum besprechen

DER ENTSCHEIDUNGSRAUM

Mit welcher Entscheidung beginnt der Pilot?

Ein Decision Space ist der abgegrenzte Entscheidungsraum mit seinen Quellen, Regeln, Nachweisen, Rollen und zulässigen Lesersichten. Dazu gehören auch Bedingungen, die einen verbindlichen Abschluss verhindern: die Blocker.

Beispiel zur Abgrenzung

Nicht die gesamte KI-Governance des Unternehmens, sondern die Freigabe einer bestimmten Modellversion für einen bestimmten Unternehmensprozess.

Für den Pilot braucht es vier Grundlagen:

  • Eine konkrete Entscheidung

    Die Entscheidung und ihre Grenzen lassen sich eindeutig benennen.

  • Einen verantwortlichen Auftraggeber

    Eine verantwortliche Person im Unternehmen kann die benötigten Fach- und Freigaberollen einbeziehen.

  • Maßgebliche Quellen

    Relevante Systeme oder Unterlagen sind benennbar; ihr Zugang lässt sich für den Pilot festlegen.

  • Eine plausible spätere Prüfung

    Es ist absehbar, wer die damalige Entscheidungsgrundlage später prüfen, hinterfragen oder zu ihrer Verteidigung heranziehen könnte.

Für das erste Gespräch müssen noch nicht alle Nachweise vorliegen. Fehlende Grundlagen werden geklärt, nicht als vorhanden vorausgesetzt.

ZUSAMMENARBEIT

Ein gemeinsamer Kern. Ihr konkreter Entscheidungskontext.

STANDARDISIERTER KERN

Epistemis liefert

Epistemis liefert den standardisierten Nachweis- und Abschlusskern sowie die Methode für seine Einrichtung. Festgelegte Voraussetzungen werden reproduzierbar geprüft; verbindlich festgehaltene Zustände werden nicht nachträglich überschrieben.

UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE KONFIGURATION

Ihr Unternehmen bringt ein

Ihr Unternehmen bringt den Entscheidungsauftrag, seine maßgeblichen Quellen und die zugrunde gelegten Anforderungen ein. Die zuständigen Personen verantworten die fachlichen Festlegungen und erforderlichen Freigaben.

KONFIGURIERTER ENTSCHEIDUNGSRAUM

Gemeinsam entsteht

Die gemeinsame Konfiguration bestimmt, was für diesen Fall geprüft wird, was einen Abschluss blockiert und wer welche Informationen sehen darf.

Beteiligt sind die Personen, die Entscheidung, Anforderungen, Quellen, Freigaben und spätere Lesersichten verantworten. Je nach Fall gehören dazu Fachbereich, Rechtsabteilung, Compliance, Risikomanagement sowie IT- oder Datenverantwortliche. Die konkrete Besetzung richtet sich nach dem Entscheidungsraum.

ARBEITSSCHRITTE UND ERGEBNISSE

Was wird erarbeitet – und was liegt danach vor?

Acht aufeinander aufbauende Phasen führen von der Abgrenzung bis zum weiteren Einsatzpfad. Die neun Ergebnisse sind direkt dem jeweiligen Arbeitsschritt zugeordnet.

  1. Entscheidungsraum abgrenzen

    Wir legen fest, welche Entscheidung betrachtet wird, welche Varianten dazugehören und welche angrenzenden Fragen außerhalb des Piloten bleiben.

    Dokumentierte Definition des Entscheidungsraums.

  2. Anforderungen festlegen

    Die zuständigen Fachpersonen benennen die relevanten regulatorischen Anforderungen und internen Regeln mit ihrem maßgeblichen Stand. Gemeinsam überführen wir sie mit Schwellenwerten und Eskalationsregeln in prüfbare Anforderungen.

    Anforderungskarte für Regeln, Pflichten, Schwellenwerte und Eskalation.

  3. Quellen und Zugriffe bestimmen

    Wir halten fest, welche Systeme und Unterlagen für welche Nachweise maßgeblich sind. Dazu bestimmen wir Anbindung, zulässigen Zugriff und Grenzen der Verarbeitung. Die Quellsysteme bleiben für ihre eigenen Inhalte maßgeblich.

    Festlegung der maßgeblichen Quellen sowie ihrer Anbindungs- und Zugriffsgrenzen.

  4. Nachweise und Abschlussbedingungen definieren

    Wir bestimmen, welche Nachweise in welcher Qualität und Aktualität erforderlich sind und welche Lücken einen Abschluss blockieren. Dokumentierte Restunsicherheit bleibt von fehlenden notwendigen Voraussetzungen unterscheidbar.

    Nachweisanforderungsmodell mit definierten Abschlussbedingungen.

  5. Rollen und Freigaben zuordnen

    Wir legen fest, wer vorbereitet, prüft und freigibt. Erforderliche Funktionstrennung und menschliche Aufsicht werden dem Entscheidungsraum zugeordnet.

    Rollen- und Freigabemodell.

  6. Spätere Lesersichten konfigurieren

    Wir legen fest, welche Informationen ein berechtigter Leser für einen bestimmten Prüfzweck sehen darf. Dazu bestimmen wir, welche Inhalte ausgeblendet oder geschwärzt werden.

    Diese rollen- und zweckgebundene Sicht auf den geregelten Entscheidungszustand heißt Evidence Pack. Sie ist kein für alle Leser identisches Dokument.

    Konfigurierte Evidence-Pack-Sichten mit Offenlegungs- und Schwärzungsregeln.

  7. Einen kontrollierten Fall durchlaufen

    Wir wenden die Konfiguration auf einen realen oder realitätsnahen Entscheidungsfall an.

    SIMULATION untersucht Lücken, Alternativen und Unsicherheiten. BRIDGE prüft, welche Ergebnisse die festgelegten Übergangsbedingungen erfüllen, und überführt nur diese aus SIMULATION in die SEAL-Prüfung. Nur SEAL kann den Zustand bei erfüllten Abschlussbedingungen innerhalb von Epistemis verbindlich festhalten.

    Fehlt eine notwendige Voraussetzung, bleibt der betroffene Übergang oder Abschluss blockiert.

    Ergebnis des kontrollierten Entscheidungsfalls.

    Blocker- und Lückenregister.

  8. Weiteren Einsatz bestimmen

    Wir halten fest, welche Teile der Konfiguration wiederverwendet werden können und welche Voraussetzungen weiterer Einsatz oder Ausweitung erfordern. Zuständigkeiten und Betriebsbedingungen werden dabei ausdrücklich bestimmt.

    Einführungspfad mit Betriebs- und Ausweitungsbedingungen.

MÖGLICHE AUSGÄNGE

Was zeigt der Fall – und wie geht es weiter?

Der geprüfte Fallzustand und die Entscheidung über den weiteren Einsatz sind zwei unterschiedliche Fragen. Die folgenden Ausgänge machen beides sichtbar.

  • Ausgang: FORTFAHREN

    Ein verbindlich festgehaltener Fall

    Die festgelegten Abschlussbedingungen wurden erfüllt und der Entscheidungszustand durch SEAL festgehalten.

    Für die weitere Nutzung werden die Wiederverwendungs- und Betriebsbedingungen bestimmt. Ein SEAL allein ist keine Freigabe für weitere Entscheidungsräume.

  • Ausgang: BLOCKIERT

    Notwendige Nachweise fehlen

    Erforderliche Nachweise fehlen oder liegen nicht in der festgelegten Qualität oder Aktualität vor. Der verbindliche Abschluss bleibt blockiert.

    Das Lückenregister zeigt, was vor einer erneuten Prüfung ergänzt werden muss.

  • Ausgang: UNGEKLÄRT

    Zuständigkeiten sind offen

    Erforderliche Freigabebefugnisse, Funktionstrennung oder Aufsichtsverantwortung sind nicht eindeutig festgelegt.

    Diese Zuständigkeiten müssen geklärt werden, bevor der betroffene Schritt fortgesetzt wird.

  • Ausgang: NEU KONFIGURIEREN

    Den Entscheidungsraum enger fassen

    Der gewählte Entscheidungsraum ist für den vorgesehenen Pilot zu breit.

    Abgrenzung und Konfiguration werden überarbeitet; der Fall wird anschließend erneut geprüft.

  • Ausgang: AUSWEITEN

    Weitere Entscheidungsräume prüfen

    Eine Ausweitung der erprobten Konfiguration auf weitere haftungsrelevante Entscheidungsräume kommt infrage.

    Zusätzliche Quellen, Anforderungen und Rollen werden festgelegt. Die erweiterte Konfiguration wird gesondert geprüft.

  • Ausgang: KEINE EINFÜHRUNG

    Ohne Einführung abschließen

    Der Entscheidungsraum erweist sich als nicht geeignet. Die Gründe werden dokumentiert und der Pilot ohne Einführung abgeschlossen.

    Die bereits erarbeitete Entscheidungsraumdefinition, das Nachweismodell und das Lückenregister bleiben dem Unternehmen erhalten.

RAHMEN DER ZUSAMMENARBEIT

Was wird vor Beginn festgelegt?

Vor Beginn werden Umfang, Beteiligte und erwartete Ergebnisse vereinbart. Quellenzugriffe, zulässige Verarbeitung und Vertraulichkeit werden geklärt, bevor sensible Inhalte einbezogen werden.

Verpflichtet der Pilot zur anschließenden Einführung?

Nein. Ob und unter welchen Bedingungen die Nutzung fortgesetzt wird, wird anhand der Ergebnisse gesondert entschieden.

Was sagt ein SEAL aus?

Ein SEAL besagt, dass die konfigurierten Abschlussbedingungen zu diesem Zeitpunkt erfüllt waren. Er erteilt keine rechtliche Erlaubnis und garantiert weder Compliance noch Versicherungsschutz. Auch die Anerkennung durch Gerichte, Aufsicht oder andere Prüfer wird nicht zugesagt.

Wer entscheidet und gibt frei?

Die geschäftliche Entscheidung und die erforderlichen Freigaben bleiben bei den dafür zuständigen Menschen. KI kann strukturieren und analysieren; sie besitzt keine finale Entscheidungs- oder Nachweisautorität. Epistemis ersetzt keine Rechtsberatung.

IHR ENTSCHEIDUNGSRAUM

Welchen haftungsrelevanten Entscheidungsraum möchten Sie besprechen?

Beschreiben Sie die Entscheidung, die verantwortliche Rolle und die mögliche spätere Prüfung. Für den Erstkontakt genügen allgemeine Angaben.

Bitte übermitteln Sie keine vertraulichen, personenbezogenen oder rechtlich privilegierten Inhalte.

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