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ANWENDUNGEN

Welche Entscheidung müssen Sie später erklären können?

Epistemis unterstützt haftungsrelevante Unternehmensentscheidungen, deren Grundlage später intern oder extern geprüft oder hinterfragt werden kann. Die Beispiele zeigen, welche offenen Punkte vor der Entscheidung sichtbar werden und was danach nachvollziehbar bleibt.

Beispielhafte Entscheidungssituationen, keine Kundenreferenzen. Die genannten Rollen veranschaulichen mögliche Zuständigkeiten.

Ein SEAL Evidence Pack zeigt berechtigten Lesern den bewahrten Entscheidungszustand aus der für ihre Rolle und ihren Prüfzweck freigegebenen Sicht.

01

Ein KI-System für einen bestimmten Einsatz freigeben

Die Entscheidung

Soll diese Modellversion unter den vorgesehenen Bedingungen in einem haftungsrelevanten Unternehmensprozess eingesetzt werden?

Verantwortet im Beispiel

Das zuständige Freigabegremium, vorbereitet durch Fachbereich, KI-Verantwortliche und Compliance.

Was die Entscheidung erschwert

Prüfergebnisse, Einsatzgrenzen und Anforderungen an menschliche Aufsicht liegen in verschiedenen Unterlagen. Es bleibt unklar, ob sie dieselbe Modellversion und denselben Einsatz betreffen.

Vor der Entscheidung

Epistemis macht fehlende Prüfungen und widersprüchliche Einsatzannahmen sichtbar. Verantwortliche erkennen, welche regulatorischen und internen Anforderungen noch offen sind und welche Alternativen geprüft wurden.

Beim Festhalten des Zustands

SEAL verbindet Modellversion, Einsatzgrenzen, Nachweise und verantwortliche Freigabe mit dem Entscheidungszustand.

Eine als notwendig festgelegte, noch fehlende Prüfung verhindert den verbindlichen Abschluss in Epistemis.

Bei einer späteren Prüfung

Interne Revision oder berechtigte externe Prüfer können anhand des Evidence Packs nachvollziehen:

Welche Prüfungen lagen für diese Modellversion vor, welche Grenzen waren bekannt und wer verantwortete den Einsatz?

02

Die Behandlung eines festgestellten IT-Risikos abschließen

Die Entscheidung

Kann die Behandlung dieses Risikos abgeschlossen werden – und welcher verbleibende Zustand wird dabei ausdrücklich verantwortet?

Verantwortet im Beispiel

Die für das Risiko verantwortliche Person, mit den im Unternehmen vorgesehenen Prüf- und Freigaberollen.

Was die Entscheidung erschwert

Ein Statusfeld zeigt „geschlossen“, während Tests, Kontrollen und offene Abhängigkeiten getrennt dokumentiert sind. Behebung und Annahme eines Restrisikos werden dadurch leicht verwechselt.

Vor der Entscheidung

Epistemis zeigt, welche Testnachweise fehlen, welche Kontrollen ungeprüft bleiben und welche Abhängigkeiten noch offen sind. Das umfasst auch DORA-Anforderungen, soweit sie für diesen Entscheidungsraum als relevant festgelegt wurden.

Beim Festhalten des Zustands

SEAL hält die begründete Abschlussentscheidung mit Tests, Kontrollen und verbleibendem Risiko fest. Behebung, Minderung und eine nach den festgelegten Regeln zulässige Risikoannahme bleiben unterscheidbar.

Eine notwendige Prüfung lässt sich nicht durch einen geänderten Status ersetzen.

Bei einer späteren Prüfung

Interne Revision oder eine zur Prüfung berechtigte Aufsicht können im Evidence Pack untersuchen:

Auf welche Tests stützte sich der Abschluss, und welches Restrisiko wurde von wem übernommen?

03

Über Eskalation und Meldung eines Cybervorfalls entscheiden

Die Entscheidung

Wie soll auf Grundlage des aktuellen Kenntnisstands eskaliert werden, und welche Meldeentscheidung wird getroffen?

Verantwortet im Beispiel

Die zuständige Krisenleitung, vorbereitet durch IT-Sicherheit, Rechtsabteilung und Compliance.

Was die Entscheidung erschwert

Neue Erkenntnisse verändern die Bewertung laufend. Später lässt sich schwer trennen, was bereits bekannt war und was erst nach der Entscheidung hinzukam.

Vor der Entscheidung

Epistemis ordnet bekannte Fakten, Annahmen und widersprüchliche Einschätzungen dem jeweiligen Entscheidungszeitpunkt zu. Offene Fragen zu den zugrunde gelegten Eskalations- und Meldeanforderungen bleiben sichtbar.

Beim Festhalten des Zustands

SEAL bewahrt den geprüften Kenntnisstand, die Zeitpunkte und die begründete Entscheidung. Spätere Erkenntnisse werden nicht rückwirkend als damaliges Wissen dargestellt.

Fehlen notwendige Abschlussgrundlagen, bleibt der SEAL blockiert. Operative Eskalation und Meldung werden nicht von einem SEAL abhängig gemacht.

Bei einer späteren Prüfung

Berechtigte externe Rechtsberatung oder ein zur Prüfung berechtigter Cyberversicherer können im Evidence Pack nachvollziehen:

Welche Informationen lagen bei der Meldeentscheidung vor, und wie wurde die gewählte Eskalation zu diesem Zeitpunkt begründet?

04

Eine Ausnahme von einer internen Risikogrenze beschließen

Die Entscheidung

Soll eine befristete Ausnahme von einer internen Risikogrenze unter festgelegten Bedingungen beschlossen werden?

Verantwortet im Beispiel

Das dafür zuständige Gremium, vorbereitet durch Risikomanagement und Rechtsabteilung.

Was die Entscheidung erschwert

Antrag, Risikobewertung und Einwände liegen getrennt vor. Aus dem Beschluss allein wird nicht deutlich, welche Grenzen und Überprüfungen für die Ausnahme gelten.

Vor der Entscheidung

Epistemis führt die betroffene Regel, geprüfte Alternativen und offene Einwände im Entscheidungsraum zusammen. Fehlende Zuständigkeiten oder erforderliche Freigaben werden sichtbar.

Beim Festhalten des Zustands

SEAL hält den genauen Ausnahmeumfang, die Begründung, Auflagen und verantwortlichen Freigaben fest. Abweichende Positionen bleiben erkennbar, auch wenn die festgelegten Regeln einen Abschluss erlauben.

Eine fehlende notwendige Freigabe bleibt dagegen ein Blocker.

Bei einer späteren Prüfung

Ein zuständiges Aufsichtsorgan oder berechtigte externe Prüfer können anhand des Evidence Packs hinterfragen:

Welche Ausnahme wurde beschlossen, unter welchen Bedingungen und mit welchen bekannten Einwänden?

05

Eine Unternehmensübernahme freigeben

Die Entscheidung

Soll die Übernahme auf Basis der vorliegenden Prüfung und der dokumentierten offenen Punkte freigegeben werden?

Verantwortet im Beispiel

Das zuständige Entscheidungsgremium, vorbereitet durch M&A, Finanzen und Rechtsabteilung.

Was die Entscheidung erschwert

Bewertung, Prüfungsergebnisse und offene Fragen liegen in verschiedenen Unterlagen. Nach der Transaktion lassen sich bewusst behandelte Prüfungslücken schwer von übersehenen Lücken unterscheiden.

Vor der Entscheidung

Epistemis macht fehlende Nachweise, widersprüchliche Bewertungsannahmen und offene Entscheidungsbedingungen sichtbar. Verantwortliche erkennen, welche Alternativen geprüft wurden und welche Fragen noch behandelt werden müssen.

Beim Festhalten des Zustands

SEAL verbindet die freigegebene Bewertungsgrundlage mit Prüfungsumfang, Alternativen, behandelten Lücken und der verantwortlichen Freigabe.

Dokumentierte Restunsicherheit bleibt von einer fehlenden notwendigen Abschlussvoraussetzung unterscheidbar.

Bei einer späteren Prüfung

Interne Revision oder berechtigte externe Rechtsberatung können anhand des Evidence Packs prüfen:

Welche Prüfungslücke war bekannt, wie wurde sie bewertet und wer übernahm die verbleibende Verantwortung?

06

Eine Produktänderung für den Einsatz freigeben

Die Entscheidung

Kann die konkrete Produktversion unter den vorgesehenen Einsatzbedingungen freigegeben werden?

Verantwortet im Beispiel

Die dafür benannte Freigabefunktion, vorbereitet durch Entwicklung, Qualität und Produktsicherheit.

Was die Entscheidung erschwert

Prüfberichte, Abweichungen und Freigaben beziehen sich auf unterschiedliche Versionsstände. Es ist nicht unmittelbar erkennbar, welche Nachweise die konkrete Änderung abdecken.

Vor der Entscheidung

Epistemis macht Lücken zwischen Produktversion, Prüfnachweisen und festgelegten Freigabeanforderungen sichtbar. Verantwortliche erkennen, welche Abweichungen noch behandelt werden müssen.

Beim Festhalten des Zustands

SEAL verknüpft die freigegebene Konfiguration mit Prüfergebnissen, geltenden Anforderungen und der begründeten Behandlung von Abweichungen.

Ein notwendiger fehlender Test oder eine ungeklärte erforderliche Freigabe blockiert den Abschluss in Epistemis.

Bei einer späteren Prüfung

Interne Qualitätsprüfung oder berechtigte externe Fachgutachter können im Evidence Pack nachvollziehen:

Welche Version wurde freigegeben, welche Tests galten dafür und wie wurden Abweichungen behandelt?

07

Die Zusammenarbeit mit einem kritischen Lieferanten fortführen

Die Entscheidung

Soll die Zusammenarbeit trotz einer bekannten Abhängigkeit fortgeführt werden, und unter welchen Bedingungen?

Verantwortet im Beispiel

Die zuständige Einkaufs- oder Geschäftsleitung, vorbereitet durch Einkauf, Risikomanagement und Rechtsabteilung.

Was die Entscheidung erschwert

Lieferantenbewertung, Vertragsbedingungen und Ausstiegsoptionen liegen getrennt vor. Die Fortführung einer Beziehung zeigt allein nicht, ob ihre Abhängigkeiten bewusst geprüft wurden.

Vor der Entscheidung

Epistemis macht fehlende Bewertungsnachweise, ungeklärte Alternativen und offene Kontrollanforderungen sichtbar. Verantwortliche können erkennen, welche Restabhängigkeit im Entscheidungsraum ausdrücklich behandelt werden muss.

Beim Festhalten des Zustands

SEAL bindet die betrachteten Alternativen, vertraglichen Bedingungen und die verantwortete Restabhängigkeit an die Fortführungsentscheidung.

Ein noch offener notwendiger Kontrollnachweis darf nicht durch eine pauschale Risikoannahme ersetzt werden.

Bei einer späteren Prüfung

Interne Revision oder berechtigte externe Prüfer können anhand des Evidence Packs hinterfragen:

Welche Abhängigkeit war bekannt, welche Alternativen wurden geprüft und wer trug das verbleibende Risiko?

IHR ANWENDUNGSFALL

Welche haftungsrelevante Unternehmensentscheidung möchten Sie mit Epistemis abbilden?

Die Beispiele sind nicht abschließend. Im Enterprise Pilot wird Epistemis für Ihren konkreten Entscheidungsraum konfiguriert.